Die Beschäftigung mit der Situation der Kinder auf den Tabakfeldern führt automatisch zu einer Auseinandersetzung mit dem Rauchen, aber auch mit prekären Arbeitsverhältnissen und Arm und Reich

Wir möchten erreichen, dass die immer noch positive Besetzung des Rauchens bei den Jugendlichen ein Gegengewicht bekommt. Sie beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Nikotins auf die arbeitenden Kinder und die sind wirklich gravierend.

Das Image der Tabakkonzerne und der Zigarettenmarken bekommt Risse, wenn die brutale Ausnutzung der Kinder sich mit diesen Namen verbindet.

Da sind die riesigen Gewinne, die auf dem Rücken der Raucher*innen eingefahren werden und die bittere Armut der Farmerfamilien, denen nichts anderes übrig bleibt, als die Kinder arbeiten zu lassen. Das bleibt haften.

 

Wenn dann noch die Machenschaften der Tabaklobby in der Bundespolitik zur Sprache kommt, wird das Bild komplett und das ist nicht wirklich positiv für die Tabakindustrie.

Es macht jeden sprachlos, der sich damit beschäftigt. Selbst konservative Zeitungen gehen mit einigen Politikern hart ins Gericht.

 

Das verfestigt sich, wenn sich die Jugendlichen mit der Tabakwerbung beschäftigen. Sie merken, dass sie in erster Linie gemeint sind, wenn die Werbung von Freiheit und Lebensgefühl spricht und dass sie die Supergewinne der Konzerne bezahlen sollen, wenn sie auf diese Lüge hereinfallen.

Das muss man sich mal vorstellen: In keinem Land der EU dürfen die Tabakkonzerne so werben wie in Deutschland.

 

Am Ende können sich die Jugendlichen mit Politiker*innen auseinandersetzen, um ihnen das Gelernte weiterzugeben und sie zu verpflichten etwas für die Kinderarbeiter zu tun und gegen Tabaklobbyisten und -werbung.

Gemeinsam mit den Politiker*innen machen sie dann die Knüll-Aktion. Die ist für die Jugendlichen wichtig: Die einen drücken mit dem Zerquetschen der leeren Schachteln ihre Angst aus, die sie um ihre rauchenden Eltern haben, die anderen ihre Wut, dass sie einerseits verführt und andererseits gemahnt werden, nicht zu rauchen.