NL: Krankenhäuser rauchfrei

Máxima MC (MMC) ist seit dem 1. Oktober 2019 ein Nichtraucher-Krankenhaus. Für Mitarbeiter, Patienten und Besucher ist ab diesem Datum das Rauchen auf dem Gelände des Krankenhauses nicht mehr gestattet. Das Rauchverbot gilt auch für E-Raucher und gilt sowohl für den Standort Veldhoven als auch für Eindhoven.

Der Lungenarzt Joris van Enschot ist mit der Entscheidung zufrieden. “Als bedeutende Gesundheitseinrichtung müssen wir ein gutes Beispiel geben”, sagt er. „Wir müssen uns täglich mit den Auswirkungen des Rauchens auseinandersetzen. Genau deshalb fördern wir einen gesunden Lebensstil. Der Oktober, der Stoptober, ist der perfekte Monat, um als Nichtraucherkrankenhaus zu beginnen. “Eine große Anzahl von Krankenhäusern in den Niederlanden, genau wie MMC, haben beschlossen, ihre Räumlichkeiten rauchfrei zu machen. Damit knüpft das Krankenhaus an die nationale Kampagne “Auf dem Weg zu einer rauchfreien Gesellschaft” an.

WEiterlesen: mf medicalfacts

Neue Drogenbeauftragte dringt auf Tabakwerbeverbot

Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), dringt auf ein weitreichendes Verbot der Tabakwerbung. “Das Tabakaußenwerbeverbot muss kommen”, sagte Ludwig am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin. “Das ist überfällig, insbesondere zum Schutz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.”

In Deutschland ist Tabakwerbung an vielen Stellen bereits verboten. Auf Plakaten und im Kino gibt es sie aber noch. Ein umfassendes Verbot scheiterte in der vergangenen Legislaturperiode am Widerstand der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

Mehr zum Thema: gesundheit.de

Balingen: Alkohol- und Tabakwerbung komplett verbieten

Bislang galt ein Verbot nur in der Nähe von Schulen und Kindergärten, doch mit einem neuen Werbevertrag möchte die Stadt Balingen Alkohol- und Tabakwerbung von all ihren Werbeträgern verbannen. Dabei verdient die Stadt bislang recht gut damit.

Weiterlesen: Zollern Alb Kurier

 

Bundestag: Generelle Rauchverbote in öffentlichen Räumen

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages:

Generelle Rauchverbote in öffentlichen Räumen – Zur Verbindlichkeit des Art. 8 Tabakrahmenübereinkommen

Das Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs der Weltgesundheitsorgani-sation WHO (Tabakrahmenübereinkommen) ist das erste völkerrechtlich verbindliche Abkommen im Rahmen der Gesundheit. DasTabakrahmenübereinkommen wurde im Dezember 2004 inDeutschland ratifiziert. Esist im Jahr 2005 in Kraft getreten. Artikel 8 (Schutz vor Passivrauchen)Tabakrahmenübereinkommenlautet wie folgt:„(1) Die Vertragsparteien erkennen an, dass wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig bewiesen haben, dass Passivrauchen Tod, Krankheit und Invalidität verursacht.(2) Jede Vertragspartei beschließt in Bereichen bestehender innerstaatlicher Zuständigkeit nach innerstaatlichemRecht wirksame gesetzgeberische, vollziehende, administrative und/oder sonstige Maßnahmen zum Schutz vor Passivrauchen am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen, inöffentlichen Verkehrsmitteln, an geschlossenen öffentlichen Orten und gegebenenfalls an sonstigen öffentlichen Orten, führt solche Maßnahmen durch und setzt sich auf anderen Zuständigkeitsebenen aktiv für die Annahme und Durchführung solcher Maßnahmen ein.“1Angesichts der Berichterstattung über das Urteil eines niederländischen Berufungsgerichts2, das zu dem Schluss komme, der nach Art. 8 Tabakrahmenübereinkommen geforderte Schutz sei nur dann wirksam gewährleistet, wenn an den in der Vorschrift genannten Orten jegliche Expositiongegenüber Tabakrauch gesetzlich ausgeschlossen werde, wird gefragt, ob der deutsche Gesetzgeber aufgrund Art. 8 Tabakrahmenübereinkommen verpflichtet sei, generelleRauchverbote in öffentli-chen Räumen zu erlassen und Regelungen für eine vollkommen rauchfreie Gastronomie zu schaffen.

 

Philips Rasierer: Rauchfreie Umgebung

Der Rasiererhersteller Philips will es zu Beginn des neuen Jahres in seinem Werk in Drachten absolut rauchfreie Arbeitsplätze realisieren. Seit Anfang dieses Jahres gibt es in allen Gebäuden des Produktions- und Innovationsstandortes keine Raucherbereiche mehr und die Mitarbeiter dürfen nur noch draußen eine Zigarette anzünden. Ziel ist es nun, dass ab dem 1. Januar 2020 der gesamte Standort rauchfrei ist.

Weiterlesen: Leeuwarder Crourant

BAT streicht 2300 Stellen

Der Tabakkonzern British American Tobacco will 2300 Stellen streichen. Das teilte das Unternehmen in London mit. Es kämpft mit einem rückläufigen Verkauf von klassischen Zigaretten und sucht dabei nach neuen Einnahmequellen. Das Unternehmen will das durch die gestrichenen Stellen eingesparte Geld für Wachstum in neuen Bereichen wie E-Zigaretten ausgeben. Der Konzern geht davon aus, die Stellen bis Januar kommenden Jahres gestrichen zu haben. Davon betroffen sein soll auch jeder fünfte Job im Management.

Weiterlesen: STERN

 

Tabakfirmen haben Probleme

BAT verkleinert sich, um sich zu fokussieren Eine weitere brisante Meldung macht zudem im Kontext der Dividendenperle von British American Tobacco die Runde. Wie der Zigarettenriese nun verkündet hat, werde man weltweit aufgrund des rückläufigen Zigarettenabsatzes rund 2.300 Stellen streichen, die bis Anfang des Jahres 2020 verschwinden sollen.

Diese Maßnahme kann in einem direkten Zusammenhang mit den neuen Entwicklungen in den USA gesehen werden. US-Präsident Trump erwägt aktuell nämlich, auch Alternativen zum klassischen Rauchen auf den Prüfstand zu stellen, und mit BAT, wie der Zigarettenriese in Kurzform genannt wird, hat nun ein erster Konzern direkt auf eine solche Ankündigung reagiert.

Insgesamt scheinen diese aktuellen Meldungen erneut zu bekräftigen, wie sehr die Tabakindustrie doch in der Bredouille ist. Konventionelle Produkte wie Zigaretten schwinden immer mehr in der Gunst vieler Verbraucher und Gesundheitspolitiker. Neue Produkte wie E-Zigaretten und andere Ersatzstoffe haben ebenfalls einen schwierigen, restriktiven Weg vor sich und können somit bloß bedingt zur Kompensation herhalten.

Bislang haben die Tabakriesen diese Entwicklungen operativ noch immer gut wegstecken können und die Auswirkungen hielten sich in Grenzen. Nichtsdestoweniger sollten Investoren hier die Risiken ernst nehmen, denn sie könnten möglicherweise über kurz oder lang existenzbedrohend werden.

Weiterlesen: investing.com

 

Die Mitareiter in Bayreuth sind wütend

Am Tag nach der Horrornachricht, dass der Tabakkonzern BAT in Bayreuth das Produkt- und Entwicklungszentrum schließen und damit erneut rund 185 Mitarbeiter entlassen will, sprechen die Arbeitnehmervertreter von Wut und Enttäuschung unter ihren Kollegen. Für sie gehe es nun darum, eine gute Lösung für die Betroffenen auszuhandeln. Mehr: Kurier

Niederlande: Oktober ist Stoptober

Zehntausende Niederländer werden am 1. Oktober mit einer Aktion beginnen, die unter dem Namen “Stoptober” den Oktober zum Nichtrauchmonat erklärt.

Michael Rutgers,, Direktor des “Longfonds” sagt: ,, Machen Sie sich klar, dass Sie mit jedem Entwöhnungsgrad einen Schritt näher an ein rauchfreies Leben kommen. Sie haben die Aussicht auf ein viel gesünderes Leben, sehen besser aus und sparen viel Geld. In Stoptober zusammen zu agieren ist großartig und erhöht Ihre Erfolgschance um den Faktor 5. “

In diesem Jahr gehen drei bekannte Niederländer mit gutem Beispiel voran. Schauspielerin Georgina Verbaan, Moderator Rick Brandsteder und Sänger Ernst Daniël Smid. Brandsteder bedauert, dass er mit dem Rauchen angefangen hat. Er machte viele erfolglose Versuche aufzuhören und möchte junge Leute warnen: “Wenn ein jüngerer Typ so etwas vermittelt, könnte es besser funktionieren, als wenn Eltern es sagen. Am Ende werde ich natürlich einfach für mich selbst aufhören. Rauchen ist so dumm. Du gibst dir Gift und es kostet auch eine Menge Geld. “

Die Stoptober-Kampagne geht ins sechste Jahr. In den letzten fünf Jahren haben mehr als eine Viertelmillion Menschen an der Initiative des Ministeriums für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, der Niederländischen Krebsgesellschaft, der Niederländischen Herzstiftung, des Longfonds, des Trimbos-Instituts und der GGDs teilgenommen.

Weiterlesen: AD

Tabakkonzerne: Das Ende des Marlboro-Mannes

Der Marlboro-Konzern Philip Morris war der erste, der das Ende der Zigarette forderte und gegen seine bekannteste Marke zu Felde zog. „Kill Marlboro!“, heißt es offiziell, und der Chef höchstpersönlich mahnt: „Wir alle wissen, dass Rauchen ungesund und schädlich ist.“ Ende letzten Jahres folgte der Schwester-Konzern Altria, der die Marken Marlboro und Philip Morris in Amerika vertreibt. Er kaufte für viel Geld den E-Zigaretten-Hersteller Juul und legt seither den Zigarettenschachteln einen Zettel bei, der die Kunden auffordert, das Rauchen sein zu lassen oder auf Juul umzusteigen.

Weiterlesen: FAZ

Bundestag: Plenumssitzung

Wer keine überzeugenden (Gegen-)Argumente  hat, kann  das  zugeben,  er kann aber auch vom Thema abweichen und  den  größten  Unsinn  erzählen.  All das  zeigen  diese  Debattenbeiträge  der Vertreter von CDU/CSU, AfD und FDP. Wer  über  genügend  Frustrationstoleranz  verfügt, sieht vielleicht  kopfschüttelnd  darüber  hinweg.  Sensiblere  Menschen raufen sich jedoch zumindestdie Haareangesichts   des   niedrigen   Niveaus beispielsweise des Redebeitrags von Jürgen Thies, CDU/CSU:

„Die Methoden der Werbebranche sind subtiler geworden. Die Produktwerbung wird  mit  Lifestylebotschaften  verknüpft. Sie richtet sich insbesondere an die jun-gen  Menschen,  die  dafür  besonders empfänglich sind. Gefällt mir das? Nein, absolut nicht, besonders nicht als über-zeugter Nichtraucher. Aber was bedeu-tet das in der Konsequenz? Was bedeu-tet  das  für  uns  als  politische  Entschei-dungsträger? Jegliche Werbung für Ta-bak verbieten? (…) Nein, ich bin der fes-ten  Auffassung,  dass  wir  hier  die  Verhältnismäßigkeit wahren müssen. Heute  wollen  Sie  jegliche  Tabakwer-bung  verbieten.Und  morgen  den  Zu-cker, übermorgen den Kaffee?“Zwischenruf  von

Alexander  Gauland, AfD:  „Oder  das  Auto!“  und  von  Martin Hebner, AfD: „Strohhalme!“(…)

„Was würde passieren, wenn wir Ihren ständigen Verbietereien nicht entgegentreten   würden?  Wir  würden  die Büchse der Pandora öffnen, meine Damen  und  Herren.  (Beifall  bei  der  AfD) Jegliche Art der Werbung für Produkte, die  auf  die  eine  oder  andere  Art  und Weise  schädlich  sein  könnten,  würde dann verboten.“

Zwischenruf  von  Lothar  Binding,  SPD: „Ist  Ihnen  das  nicht  peinlich,  so  einen Unsinn zu verbreiten?“

Ausschnitt aus: Nichtraucher-Initiative

Weiterlesen: Plenarprotokoll 19/36 POLITIK Seite 3

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FRIEDENSBAND: Brief an Abgeordnete zum Tabakwerberverbot

Sehr geehrte Abgeordnete,
sehr geehrter Abgeordnete,

 

FRIEDENSBAND entwickelt Jugendaktionen zu Kinderrechten zusammen mit Jugendlichen in Schulen und Jugendeinrichtungen, die bekannteste ist sicherlich die Aktion Rote Hand zum Thema Kindersoldaten. Ein wichtiges Thema ist immer wieder Kinderarbeit. Wir finden sie auf Tabakfeldern, in der Textilindustrie und eben auch auf Tabakfeldern.

In den Workshops im Rahmen der Lobby-Aktion NIKOTINKINDER lernen die Jugendlichen, dass die Tabakkonzerne Hunderttausende Kinder schwerste Arbeit leisten lassen. Sie verpassen durch unterdurchschnittlichen Schulbesuch ihre Zukunftschancen und werden vor allem durch Nikotin schwer geschädigt. Das Nikotin dringt durch die Berührung über die Haut in den kleinen Körper ein und zwar ob sie 50 Zigaretten geraucht hätten. Täglich! Die gesundheitlichen Schäden sind schon für einen Erwachsenen gefährlich, für Kinder sind sie verheerend. Verantwortlich sind die Tabakkonzerne die die Verträge mit den Farmerfamilien so gestalten, dass die billigsten Arbeitskräfte, die Kinder, mitarbeiten müssen.

Wenn die Jugendlichen in unseren Workshops dies erfahren, sind sie nicht gut zu sprechen auf die Konzerne. Im nächsten Schritt kommen wir zur Tabakwerbung. Sie erfahren, dass Deutschland das letzte Land in der EU ist, in dem Tabakwerbung erlaubt ist. Die Jugendlichen zählen dann teilweise ihre Herkunftsländer auf und können nicht glauben, dass die weiter sind als Deutschland.

Peinlich wird es, wenn die Jugendlichen nach dem Warum fragen? Wie sollen wir erklären, dass es in Deutschland eine mächtige Tabaklobby gibt, die die notwendigsten Gesetze verhindert, ihre Gesundheit, die der Kinder in Deutschland, zu schützen. Dabei haben sie doch gerade erst die Kinderrechte kennengelernt und wissen, dass die Politiker*innen sich dazu verpflichtet haben.

Wir nehmen uns dann gemeinsam die Tabakwerbung vor. Wir erklären die Wirkungsweise von Werbung und warum viele Millionen Euro ausgegeben wird, um sie die Jugendlichen einzufangen. So langsam fühlen sie sich wie in einem Netz gefangen… wie die Kinder auf den Tabakfeldern.

In einem Workshop weinte plötzlich ein Mädchen. Sie hatte begriffen, wie gefährlich rauchen ist und hatte nun panische Angst um ihren rauchenden Vater. Wie krank mag er schon sein, wie lange hat sie ihn noch? Was sagen wir ihr?

Am 18.12.2018 von 16 bis 17 Uhr werden wir mit diesen Schüler*innen im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zusammen mit Minister Laumann genau diese Thematik diskutieren. Sie sind herzlich eingeladen. Wir bitten um Anmeldung www.nikotinkinder.de

Die damaligen Minister Christian Schmidt (Ernährung, CSU), Hermann Gröhe (Gesundheit, CDU) und die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) konnten mit ihrem dramatischen Appell an die Abgeordneten die Zurückziehung des Gesetzentwurfes nicht verhindern. „Kinder und Jugendliche können der Tabakwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum und im Kino nicht ausweichen“, schrieben sie und argumentierten dann auch mit wirtschaftlichen Fakten: Der Staat mache kein gutes Geschäft mit den Tabaksteuereinnahmen von 14 Milliarden Euro im Jahr, weil ihnen tabakbedingte Mehrkosten von 78 Milliarden Euro gegenüberstünden.

Eine Umfrage der AOK ergab in Baden-Württemberg, dass 68 Prozent der Befragten gegen jede Werbung für Tabakwaren ist. Eine Forsa-Umfrage ergab, dass das Einstiegsalter von 29 Prozent der Befragten bei 16 oder 17 Jahren und bei 32 Prozent sogar bei 14 oder 15 Jahren lag.

Philippe Luchsinger, Präsident des Verbands der Haus- und Kinderärzte der Schweiz stellte fest, dass in einer Untersuchung 60 Prozent der 6jährigen das Kamel mit der Camel-Werbung in Verbindung brächten.Einschub: Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Kinderarbeit auch Migration erzeugt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte mich kürzlich gebeten, für die Entscheider*innen Workshops über Kinderarbeit zu geben.

Wir bitten Sie, im Bundestag eindeutig für ein vollumfängliches Tabakwerbeverbot zu plädieren. Sie können als Politiker*innen den Konzernen nicht die Gesundheit unserer Kinder in die Hände legen! Das Recht, gesund aufzuwachsen ist ein wichtiges Kinderrecht, in den Tabakanbauländern ebenso wie hier in Deutschland!

Mit freundlichen Grüßen
Günter Haverkamp
Geschäftsführer