Evandro (10 Jahre) klagt über Kopf- und Bauchschmerzen und über Schwindel – typische Anzeichen einer Nikotinvergiftung. Er arbeitet oft mehr als 12 Stunden am Tag auf der Tabakplantage. Sie beginnen frühmorgens mit der Arbeit, nachmittags geht er zur Schule, am Abend arbeiten sie weiter. Zur Haupterntezeit haben sie Schulferien und arbeiten durch, auch bei 40 Grad Hitze. Auch seine älteren Schwestern kommen zu Wort.

Vater Erik Weber macht sich große Sorgen, weil er weiß, dass beim Bearbeiten der Tabakpflanze seine Kinder krank werden. Aber: „Ohne ihre Hilfe könnten wir die vertraglich festgelegte Arbeit nicht erledigen“, sagt er. „Die Zuständigen der Industrie wissen das“. Sein Name deutet es schon an: Die Vorfahren der Familie Weber sind aus Deutschland eingewandert, um eine bessere Lebensperspektive zu finden.