Die Jugendlichen fotografieren mit ihrem Handy die Tabakwerbung, die ihnen täglich begegnet. In Gruppen besprechen sie die coolen Sprüche auf den Plakaten und untersuchen sie auf ihren Realitätsbezug. Es ist interessant, wenn das, was uns täglich als Werbung begegnet, in einem anderen Umfeld zur Diskussion gestellt wird.

Mit dieser Werbung werden Kinderrechte verletzt! Kinder haben gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Gesundheit. Das schließt aber eine krankmachende Werbung, die gezielt auf Kinder und Jugendliche abzielt, aus!

Von den Jugendlichen kann verstanden werden, dass diese Werbung vor allem sie im Blickfeld hat. Es geht der Tabakindustrie darum, die Farben und Symbole so mit positiven Lebenssituationen zu verbinden, dass die Jugendlichen eine Sehnsucht danach zu entwickeln. Niemand hindert die Tabakindustrie daran, mit Begriffen, die die gesetzlichen Hinweise auf die Gefahren beiseiteschieben.

In vielen Bus- und Straßenbahnhaltestellen wird mit Tabakwerbung für das Rauchen geworben. In Düsseldorf wirbt die Rheinbahn mit einem Verbotsschild um Verständnis dafür, dass das Rauchen in den Haltestellenhäuschen für die Nichtraucher schädlich ist. Gerade wenn es Bindfäden regnet, bleibt diesen nichts Anderes übrig, als das Rauchen zu akzeptieren.

Dass gerade viele Jugendlichen in den Wartehäuschen ein Doppelpack an Eindrücken bekommen, ist eigentlich nicht hinzunehmen. Da strahlen schöne Menschen mit makelloser Haut und weißen Zähnen Lebensfreude und -lust aus und dann atmen die Jugendlichen zusätzlich diesen “betörenden” Rauch unfreiwillig ein.

Ansatz 1:
Die Plakatfotos der Jugendlichen werden ausgedruckt und auf Papier aufgeklebt. In einer Gemeinschaftsarbeit schreiben die Jugendlichen ihre Kommentare um das Plakatfoto herum.

Ansatz 2:
Aus den Plakatfotos machen die Jugendlichen eine Ausstellung und machen so auch die anderen Jugendlichen im Umfeld auf die Wirkung von Tabakwerbung aufmerksam.

Ansatz 3:
Die Jugendlichen entwickeln eine Protestaktion mit mimischen Mitteln an Wartehäuschen und fotografieren dies.

 

Politik und Medien einbinden

Wirksam wird diese Herangehensweise erst dann, wenn Politiker*innen und Medien eingebunden werden. Wir helfen Ihnen gern dabei, sie einzuladen.