Hintergrundinformationen

1. Situation in den Tabakanbauländern


Studien

Laura Graen: Tabakproduktion in Afrika: Knebelverträge im Trend, unfairtobacco, 60 Seiten. 2014

Kinderarbeit ist bei der Tabakproduktion in Afrika weit verbreitet. Allein in Malawi arbeiten 78.000 Kinder auf abakplantagen. Dort gibt es auch Zwangsarbeit.

Tabakauktionen werden in Afrika mehr und mehr durch Direktverträge zwischen Tabakkonzernen und Farmer_innen abgelöst. Dabei sind letztere die schwächeren Partner. Knebelverträge liegen im Trend.

Staatliche Kontrollmaßnahmen (z.B. unabhängige Qualitätsprüfung), die Bauern und Bäuerinnen nützen, werden verringert.

Download: 13,5 mB – PDF-Format

 

Wichtige Zeitungsartikel

“Das blutige Geschäft mit den Tabak-Sklaven”, Süddeutsche Zeitung, 18. Juni 2016 – Link

1250 Jahre Hockenheim Franz Anton Bankuti spricht auf Einladung von Volkshochschule und Verein für Heimatgeschichte über Tabakanbau in seinen vielen Facetten, Mannheimer Morgen, 06.06.2018 – Link

Filme

Wir haben mehrere Filme beschrieben, die finden Sie hier

2. Situation in Deutschland


Lobbyarbeit

“Die aktuelle Fassung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern” – kurz die aktuelle Lobbyliste des Deutschen Bundestages, PDF 890 Seiten –  Link

 

3. Rauchen ist schädlich


Ist Rauchen haram?

Wir werden von Jugendlichen in der Praxis oft gefragt, ob rauchen haram ist. Wir sind keine Islamexpert*innen und haben folgende Deutung gewählt:

Der Raucher ist jemand, welcher sich mit etwas, das haram ist beschäftigt. Das Rauchen an sich selbst ist haram und wir haben schon früher die Beweise für sein Verbot erwähnt. Wenn der Raucher weiß, dass es haram ist (und dennoch weiter raucht), besteht er darauf, diese kleine Sünde weiter zu begehen. Wenn der Muslim jedoch auf etwas besteht, dass als kleine Sünde betrachtet wird, dann wird diese Sünde zur großen Sünde!
Demzufolge wird er als Faasiq und als unmoralisch angesehen und gilt als ein Niemand (beim Sprechen u. seinen Taten). Denn von allen Gelehrten wird akzeptiert, dass jemand, der damit fortfährt, eine kleine Sünde zu begehen, als Sünder (Faasiq) eingestuft wird und sein Sprechen und seine Taten werden in allem, was Rechtschaffenheit erfordert, nicht zur Kenntnis genommen.
Deshalb liegt es an ihm, seinen Herrn zu fürchten und vom Rauchen abzulassen, welches sowohl seinen Wohlstand stark in Mitleidenschaft ziehen wird (Verschwendung), als auch seinen Körper sowie das Praktizieren seiner Religion. Quelle: Islam gegen Extremismus