Auch E-Rauchen ist gefährlich

E-Zigarette mach Studenten steinreich…

Die umstrittenste E-Zigarette der USA hat Adam Bowen (43) und James Monsees (38) in nicht einmal vier Jahren zu Multimilliardären gemacht. 2015 brachten die ehemaligen Stanford-Studenten ihren selbst entwickelten Nikotinverdampfer Juul in die Läden. Seither hat das kalifornische Startup 75 Prozent Marktanteil am US-E-Zigaretten-Geschäft erobert und Millionen Kunden gewonnen. Unter ihnen sind auch viele Jugendliche und Kinder, die Juul nikotinabhängig gemacht hat. (Spiegel)

 

… und schrumpft die Gewinne der Tabakkonzerne

Nach Prognosen des Verbands des E-Zigarettenhandels hat der Umsatz mit elektronischen Zigaretten im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent auf gut 600 Millionen Euro zugelegt. Im Jahr 2016 summierten sich die Verkäufe noch auf 420 Millionen Euro. Bereinigt um Steuerabgaben ergibt sich beim Umsatzvergleich mit der Tabakbranche ein klarer Trend: Jede zehnte in Deutschland gerauchte Zigarette ist heute bereits eine E-Zigarette. (Die WELT)

Die großen Tabakkonzerne hat diese Konkurrenz auf dem falschen Fuß erwischt. Aber nun reagieren sie und haben einen neuen Plan. Die Menschen sollen aufhören zu rauchen! Möglichst schnell sogar. Es sei hochgefährlich und führe zum Tode. Und weil sie den Menschen helfen wollen, bieten sie E-Zigaretten an. Die seien hochgesund. Sagen die Konzerne und haben mit viel Werbung eigene Produkte auf den Markt geworfen. Weiterlesen

 

Wirkung wird verharmlost

Die Bundesregierung, zumindest die CDU/CSU liebäugelt mit einem halben Tabakwerbeverbot. Es scheint darauf hinauszulaufen, dass die Tabakindustrie geschont wird und ihrem Wunsch entsprechend nur die Werbung für normale Zigaretten verboten wird.

Für Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sind die Ausnahmen nicht hinnehmbar. „Wir begrüßen, dass endlich Bewegung in die Debatte um ein Tabakwerbeverbot kommt. Die große Koalition darf aber nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern muss endlich Nägel mit Köpfen machen“, sagte Montgomery dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Notwendig ist ein umfassendes Werbeverbot für alle Rauchprodukte, und dazu gehören nicht nur die herkömmlichen Zigaretten, sondern auch E-Zigaretten oder sogenannte Tabakerhitzer“, so der Ärztepräsident weiter. Auch sie seien gesundheitsschädlich: „Es wäre ein Unding, wenn die Industrie weiter für sie werben dürfte.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

 

Die WHO warnt

Der Dampf von E-Zigaretten enthält mitnichten bloss Wasserdampf, sondern neben dem als krebserregend geltenden Nikotin zudem weitere schädliche Stoffe wie Propylenglycol, Diacetyl und zahlreiche andere, deren genaue Effekte noch gar nicht bekannt sind.

Zumindest für Propylenglycol sind kurzfristige Beeinträchtigungen auf die Atemwegsorgane bekannt. Was der Stoff jedoch langfristig im Körper anrichtet, konnte mangels Langzeitstudien noch nicht erforscht werden.
WHO warnt schon seit 2008 vor schädlichen E-Zigaretten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt bereits seit 2008 vor einer Nutzung der schädlichen E-Zigarette, zuerst, weil sich keine genauen Aussagen über eventuelle gesundheitliche Schäden treffen liessen.

Mittlerweile mehren sich durch zahlreiche Studien jedoch die Hinweise, dass E-Zigaretten keinesfalls “gesund” sind. Ganz im Gegenteil, denn das Dampfen zerstört anscheinend Körperzellen und verursacht ebenso Krebs wie das herkömmliche Rauchen.

Jüngst veröffentlichte Studien zeigen, dass unter Laborbedingungen im Dampf gefährliche, hochreaktive freie Radikale nachgewiesen werden konnten. Diese wiederum führen zu Veränderungen der Zellen, einer Voraussetzung für die Entstehung von Krebs und vielen anderen chronischen Krankheiten.

Zahlreiche Krebsforscher, darunter die renommierte Ärztin Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, haben sich den Warnungen der WHO bezüglich der Giftstoffe und möglichen Langzeitschäden der schädlichen E-Zigaretten längst angeschlossen.

Weiterlesen: Zentrum der Gesundheit

 

Auch das ist interessant

Philip Morris International startet einen eigenen Lebensversicherer namens Reviti. Der Clou: Auf die Versicherungsverträge soll es Rabatte für die Kunden geben, die ganz aufhören zu rauchen, oder sich eine E-Zigarette wie iQOS zulegen (die der Konzern ebenfalls verkauft). Weiterlesen

Krebshilfe fordert Werbeverbot für E-Zigaretten. Spiegel ZEIT