Wir konnten zum Weltnichtrauchertag am 30.05.2018 statt dem Schadowplatz deutlich machen,  dass Tabakwerbung in unserer Stadt nichts zu suchen hat und uns die Not der Nikotinkinder nicht gleichgültig ist.

Dazu haben wir uns auf einem Informationsstand vor dem Haus der Universität das Rollup aufgebaut, dass wir vom Sozialministerium NRW 2013 finanziert bekamen und mit den Flyern auf das Problem der Kinder auf Tabakfeldern aufmerksam gemacht.

Um die Knüll-Aktion durchführen zu können, hatten wir in unserem Umfeld viele Menschen angesprochen, leere Zigarettenschachteln zu sammeln. Da kamen schon einige zusammen, so dass wir mit dem Stapel Aufmerksamkeit erregten.

Das ist ja auch ungewöhnlich, an einem Nichtrauchertag Zigarettenschachteln anzubieten und so mancher fragte, ob sie tatsächlich leer seien. Wir antworteten, dann, dass sie nicht leer sind, sondern dass darin die geplatzten Träume der Kinder gefangen sind, die auf den Tabakfeldern arbeiten müssen und keine Zukunft haben.

Gerade Raucher brachte das schon ins Nachdenken und sie trugen sich in die Unterschriftenliste ein. Interessant war, sie beim Zerknüllen von Tabakschachteln zu beobachten. Da war viel Wut zu spüren, es auch beim letzten Versuch nicht geschafft zu haben, vom Rauchen wegzukommen.

Nicht wenige waren über die Vorstellung, mit jedem Zug die Tabakindustrie zu unterstützen, die so grausam mit den Kindern umgeht, entsetzt. Wahrscheinlich wird niemand jetzt aus dem Gedanken heraus das Rauchen aufgeben. Aber ein wenig vom Genuss und vom Stolz wird ihnen schon genommen.

 

Prof. Dr. Meyer-Falcke, Gesundheitsdezernent Düsseldorf

Das fand die Unterstützung aller Teilnehmer*innen. So auch der Gesundheitsdezernent der Stadt Düsseldorf, Prof. Dr. Meyer-Falcke, der wie viele andere auch, die leeren Zigarettenschachteln zerdrückte und damit zum Ausdruck gab, dass auch er die sich gegen die Ausbeutung von Kindern auf Tabakfeldern ausspricht. Die Galerie mit Bildern zu Knüll-Aktion