Nichtrauchertag 2020

FRIEDENSBAND hat mit Jugendlichen 2013 die Lobby-Aktion NIKOTINKINDER entwickelt, in der sie sich gegen die Ausnutzung von Kindern auf Tabakfeldern einsetzen. Diese Kinder werden so stark nikotinvergiftet, als würden sie 50 Zigaretten pro Tag rauchen – mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen.

 

Zum Nichtrauchertag schlagen wir folgende Aktionen vor:

 

1. Die Postkartenaktion

Die Vorderseite weist schon darauf hin: Mit der Tabakwerbung werden vor allem zwei Kinderrechtsartikel verletzt:

Der Artikel 24 der Kinderrechtskonvention garantiert Kindern und Jugendlichen ein Recht auf Gesundheit. Dieses Kinderrecht wird durch die Tabakwerbung verletzt, die gemäß EU-Recht seit 2005 verboten soll. Deutschland ist das einzige Land in Europa, dass noch die Werbung erlaubt. Warum?

Der Artikel 32 soll Kinder und Jugendliche vor Ausbeutung schützen. Damit wollen wir darauf hinweisen, dass Kinder auf den Tabakfeldern ausgenutzt werden. Die Konzerne, tragen keine Sorge für diese Kinder, die bei der Arbeit stark nikotinvergiftet werden.

Als Hintergrundinformation ist wichtig, dass diese Konzerne auch Pareien finanzieren. Die CDU/CSU hatte 2016 kein Problem damit, ihren Parteitag in Essen mit viel Geld von Philip Morris finanzieren zu lassen. Im Gegenzug wurde der fertige und mit allen Parteien abgestimmte Gesetzesentwurf für ein Verbot der Tabakwerbung von der CDU/CSU im gleichen Jahr zurückgezogen.

 

Postkarte an den Bundesgesundheitsminister

Natürlich ist der Minister, der sich um die Gesundheit der Bürger*innen zu kümmern hat, besonders gefragt. Er soll von den Schüler*innen und von den Erwachsenen erfahren, was sie darüber denken und was sie von ihm erwarten. Hier einige Stichworte, die wir wichtig finden:

– Nein zur Tabakwerbung, weil sie Kinder und Jugendliche im Fokus hat und deswegen allein unseriös ist.

– Nein zur Tabakwerbung, weil generell für todbringende Waren keine Werbung erlaubt sein sollten.

– Nein zur Werbung für E-Zigaretten, weil sie für Jugendliche der Einstieg für das Rauchen ist und nicht unschädlich sind.

– Aufruf statt dessen für eine Gegenwerbung, die von den Tabakfirmen bezahlt werden muss – wie in den USA.

Diese Postkarten werden mit einem entsprechenden Brief an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geschickt. Seine Adresse ist bereits auf der Karte aufgedruckt.

Eine Information über die Anzahl der versandten Postkarten und ein paar Zeilen über die Aktion, bitte unter #nikotinkinder ins Internet stellen.

0,05 Euro pro Postkarte

 

Postkarten an die Ratsmitglieder

Der Rat Ihrer Stadt kann auch etwas tun gegen die Tabakwerbung, weil auf den kommunalen Werbeflächen von den Tabakfirmen geworben wird. Eine Absage an die Tabakfirmen fällt der Stadt natürlich schwer, aber wenn sich eurer Stadt für eine gesunde Bevölkerung einsetzt, ist das ganz sicher der erste Punkt.

Für Jugendliche ist es nicht nachzuvollziehen, dass sie auf dem Schulweg superspannende und teure Werbung sehen und im Unterricht durch Anti-Rauch-Programme vom Gegenteil überzeugt werden.

Die Jugendlichen z.B. vom Rat zusätzlich zu den o.g. Punkten fordern, dass statt der Zigarettenwerbung in den Haltestellen die von ihnen selbstgemalten Plakate mit Botschaften gegen das Rauchen gezeigt werden.

Politik in Aktion: Diese Postkarten können die Jugendlichen den Ratsmitgliedern direkt übergeben, die für den Bezirk der Schule zuständig sind. Sie lernen, die kommunale Politikebene kennen, indem sie sie selbst suchen, ansprechen und einladen. Das ist besser, als die Postkarten anonym ans Rathaus zu schicken, weil die Jugendlichen so Botschafter haben, die ihre Forderungen in den Rat tragen.

 

0,05 Euro pro Postkarte

 

#Tabakwerbung

Mit dem Handy die Werbung auf dem Schulweg fotografieren, schnell mal eben mit dem Grafikprogramm einen Slogan draufschreiben und mit dem Hashtag #tabakwerbung ins Netz stellen.

Das ist eine große Aktion, die überall sichtbar wird und ein starker Appell gegen Tabakwerbung ist.

 

 

Weitere Materialien

Die Flyer zur Aktion NIKOTINKINDER finden Sie hier

Den Leitfaden und Materialien für den Unterricht finden Sie hier

Material für Aktionen mit Zigarettenattrappen finden Sie hier.

 

 

NEU:

In den Niederlanden stellen wir fasziniert fest, dass sich Spielstätten, Schulen, Universitäten und Gaststätten als “rauchfrei” erklären… freiwillig, von sich aus. Und die Menschen halten sich daran! Das wollen wir auch in Deutschland versuchen und wünschen uns Unterstützung dabei.