Knebelverträge

Im Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens wird gesagt, dass die Familie Weber keine andere Wahl hat. Sie muss Tabak anbauen, denn wie die meisten Bauern, hat sie große Schulden bei den Tabakfirmen. Während der nächsten 20 Jahren muss sie ein Drittel ihrer Ernte abliefern, nur um die Schulden zu tilgen.

Die Tabakindustrie hat in den Verträgen mit den Familien Klauseln eingebaut, in denen die Mindestmenge festgelegt ist. Erreicht eine Familie diese Menge nicht, gibt es einen zusätzlichen Abzug. Wird eine Familie – wie im Film beschrieben – krank, erhöhen sich die Schulden. Die Krankheiten nehmen im Laufe des Arbeitslebens auf den Tabakfeldern zu, die Schulden ebenfalls.

Sie können mit den Jugendlichen der Frage nachgehen, wie beklemmend eine solche Situation für einen Vater sein muss. Seine Kinder müssen mitarbeiten, um über die Mindestmenge hinaus Tabak abliefern zu können. Und am Ende kommt nicht einmal eine Zukunft für die Kinder dabei heraus.

Andere Väter sind ganz gescheitert. Hier die erschütternde Geschichte von James Mwale aus Malawi

 

Gesundheit

“Das Gift im Tabak ist sehr ungesund für uns,” sagt der Vater im Dokumentarfilm. “Einmal mussten wir sogar alle ins Krankenhaus, weil wir derart starke Schwindelanfälle und Fieber hatten und uns erbrechen mussten”

Er muss also mitansehen, dass die Familie gesundheitlich geschädigt wird. Der Krankenhausaufenthalt kostet Geld und die Arbeit bleibt liegen. Dadurch wachsen die Schulden, denn der Abnehmer der Tabakernte ist der Einzige, der der Familie Geld gibt.

Ein ewiger Kreislauf!